Original Görzer Butterpinze

Als der junge Offizier Albin Sorger-Domenigg II. in den Wirren des Ersten Weltkrieges in Görz am italienischen Isonzo stationiert wurde, ahnte er selbst noch nicht, dass er aus diesen schweren Zeiten etwas zurück in die Heimat bringen würde, was die österreichische Brotkultur und auch seine eigene Familien­geschichte so nachhaltig prägen sollte. In diesen Jahren hatte der gelernte Bäcker und Müller nämlich die Möglichkeit, Region, Menschen und die ansässige Kulinarik kennenzulernen. Sein großes Interesse galt hier natürlich den speziellen und für die Gegend charakteristischen Teigwaren. Vor allem die in unseren Breiten unbekannte friaulische Pinza begeisterte den jungen Bäckermeister derart, dass er ihre Rezeptur nach dem Krieg mit ins heimische Graz brachte.

Tatsächlich war diese Spezialität mit ihren vielen hochwertigen und besonderen Zutaten hierzulande noch gänzlich unbekannt. In den österreichischen Kernlanden der späten Donaumonarchie wurden nämlich vorwiegend mit Zucker versetzte Süßteigwaren serviert. Die auf Sauerteigbasis hergestellte Pinza stellte also eine echte kulinarische und geschmackliche Revolution dar. Mittlerweile findet diese zu einem traditionellen österlichen Brauchtumsgebäck gewordene Speise zahlreiche Nachahmer. Das Rezept der Original Görzer Butterpinze ist und bleibt aber ein im Hause Sorger gut gehütetes Familiengeheimnis.

Seit 2019 gibt es auch eine vegane Pinze im Sortiment.